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Lernreise: Depot und Rendite optimieren

Kapitel 4:
Kaufen, verkaufen oder abwarten?

Wegweiser bei Börsen­turbulenzen

Lesedauer: 5 Minuten

Artikel

Wenn Kurse Achterbahn fahren, wird es emotional

Die Kurse gehen runter. Dein Depot zeigt Minus. Viele geraten in dieser Situation in Panik. Was jetzt? Verkaufen, nachkaufen oder einfach gar nichts tun?

Das Problem ist selten die Dynamik am Markt, sondern die hektische Entscheidung, die du triffst. Denn Börsen bewegen sich ständig. Mal geht es nach oben, mal nach unten. Kurzfristige Rückgänge sind kein Ausnahmefall, sondern Teil der Entwicklung. Wie gehst du damit um?

Wichtig: Nicht jede Markt­bewegung hat eine Bedeutung für deine langfristige Anlage.

Hinweis: Der Dax erholte sich bereits nach etwa 5 Monaten wieder vom Corona-Schock. Wie sich Märkte nach Einbrüchen entwickeln, ist aber sehr unterschiedlich – der „richtige Einstiegs­zeitpunkt“ lässt sich kaum zuverlässig treffen.

Deswegen lohnt sich die regelmäßige Geldanlage mit einem Sparplan. Wenn du bei niedrigen Kursen mehr Anteile kaufst und bei hohen Kursen weniger, profitierst du vom Cost-Average-Effekt: Langfristig sinkt dein Durchschnitts­kaufpreis und du erzielst mehr Rendite.

Was dir in Phasen fallender Kurse wirklich hilft

  1. Richtung statt Reaktion
    Entscheidend ist nicht, was der Markt gerade macht, sondern was du vorhast. Du willst das Minus stoppen? Verständlich. Aber mach dir klar: Wenn du verkaufst, verkaufst du mit Verlust und verpasst mögliche Erholungen. Investierst du langfristig? Dann sind kurzfristige Schwankungen weniger wichtig.
  2. Deine Strategie als Orientierung
    Die Kurse sind gefallen. Ist es jetzt also „günstig“? Kann sein, der Kurs kann aber auch noch weiter fallen. Kaufe nur nach, wenn es zu deiner Anlagestrategie passt.
  3. Ruhe bewahren ist eine aktive Entscheidung
    Nicht zu handeln ist keine Schwäche. Das kann eine gute Entscheidung sein, wenn sie bewusst getroffen wird und nicht aus Unsicherheit entsteht.

Hinweis: Wertpapieranlagen unterliegen Kursschwankungen, Wertverluste sind möglich. Dividenden sind nicht garantiert.

Eine wichtige Frage bleibt noch: Wie genau soll dein Geld eigentlich für dich arbeiten? Du kannst regelmäßig abschöpfen oder reinvestieren, die Details erfährst du im nächsten Kapitel.

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